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                     für VERMITTLUNGS- und HUNDEFRAGEN:
 

PLZ-Gebiet 59... (Raum Kamen, Dortmund, Ruhrgebiet ..):
Angelika Bonk - eMail:
bonk-kawasaki@t-online.de - Tel.-Nr. 0 23 07 - 7 96 96
(Telefon ab 18.00 Uhr!)

PLZ-Gebiet 59 (Raum Holzwickede, Unna, Dortmund, Schwerte ...):
Dagmar Lehmkuhl - eMail:
podenco-online@gmx.de - Tel.-Nr. 0 23 01 - 91 88 492(Telefon bitte erst ab 16.30 Uhr, ggf. AB)

PLZ-Gebiet 32... (Raum Lage, Hannover, Bielefeld ..):
Anja Beckhoff - eMail:
AnjaBeckhoff@web.de - Tel.-Nr. 0 52 32 - 1 88 27
(evtl. Anrufbeantworter - bitte Nachricht hinterlassen)

Weitere Ansprechpartner in anderen Regionen:
Bitte hier klicken
 

Zum Vermittlungsablauf

Lieber Hundefreund,

Sie haben sich nun alles gründlich überlegt und durch sämtliche Für und Wider (siehe weiter unten "Anhang zum Fragebogen") durchgearbeitet und möchten gerne eine Podenco bei sich aufnehmen? - Wir freuen uns hierüber und helfen Ihnen gerne weiter.

Die besonderen und bemerkenswerten Eigenschaften eines Podenco's sind Ihnen bewusst bzw. Sie haben sich hierüber ausführlich informiert.

Weitere Informationen zum Podenco finden Sie im Internet unter anderem auch auf folgenden Seiten:

www.podenco-online.de

www.podenco-hilfe-lanzarote.de

www.podenco-in-not.de

Sie haben ein Foto/die Beschreibung eines Hundes auf unserer Homepage gesehen und interessieren sich speziell für diesen - oder suchen Sie einfach einen Podenco bzw. einen Podencomix?

-> Bitte füllen Sie u. g. Fragebogen aus und schicken mir eine Mail für ein darauffolgendes Informationsgespräch. Gerne leite ich Ihre Angaben an die zuständige Vermittlungsberaterin weiter, die sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen wird.

E-Mail-Adresse: podenco-online@gmx.de

Dagmar Lehmkuhl – Tel.: 0 23 01 – 91 88 492

für die Podenco-Hilfe-Lanzarote e. V. Bad Vilbel

nun weiter zum Fragebogen: ________________________________________

Folgende Angaben benötigen wir von Ihnen:

Grundlegende Fragen:

Warum möchten Sie einen Hund aus einer Tierschutzorganisation?

Warum möchten Sie überhaupt einen Podenco(mix)?

________________________________________________________________________

Angaben zur Person:

Name, Vorname: Geburtsdatum:

PLZ, Wohnort, Straße:

Telefon/Festnetz: - Handy/Mobil: - eMail:

_______________________________________________________________________

Angaben zum Wunsch-Hund:

Rasse: besondere Merkmale:

Alter: Größe:

Haarkleid (langhaarig, struppig, kurzhaarig etc.?):

Farbe: Geschlecht:

Temperament, Lauffreudigkeit u. ä.:

_______________________________________________________________________

Angaben für die Hundehaltung:

Wie viele Personen leben insgesamt im Haushalt (mit Altersangabe von bis?

Wie viele Kinder leben im Haushalt (mit Altersangabe)?

Wo soll der Hund untergebracht werden/wohnen (Haus/Garten, Whg., evtl. mit Balkon etc.)?

Leben Sie in Eigentum? Ja / Nein

Leben Sie in einer Wohngemeinschaft? Ja / Nein

Ist in absehbarer Zeit ein Umzug geplant? Ja / Nein Ggf. wann:

In welchem Stockwerk wohnen Sie (evtl. Aufzug vorhanden?)

Sind ggf. Vermieter und Mitbewohner des Hauses einverstanden? Ja / Nein

Sind ebenso alle Familienmitglieder informiert und mit Anschaffung des Hundes einverstanden (Ehe-/Partner)? Ja / Nein

Leben noch andere Tiere mit im Haushalt/Haus, ggf. welche?

Sind diese Tiere (z. B. Katze oder anderer Hund) verträglich mit "fremden" Hunden? Ja / Nein

Wie viele Stunden muss der Hund maximal täglich alleine bleiben?

Planen Sie gerade berufliche Veränderungen? Ja / Nein

Wer wird sich hauptsächlich um den Hund kümmern (Sie selbst, Eltern, Kinder)?

Wie viel Zeit habe/n ich/wir für tägliche Spaziergänge mit dem Hund?

Passt der Hund zu uns und unserem Wohnumfeld?

Sind Allergiker in der Familie, ggf. bereits eine Hundehaarallergie o. a. Haustierallergie bekannt (welche?)?

Kennen Sie bereits Podenco’s (ggf. woher)?

Tierarztkosten können teuer werden: Bin ich bereit, ggf. auch hierfür Geld aufzubringen? Ja / Nein (Regelmäßige Impfungen, Wurmkuren, Versicherungen und Hundesteuer, eine evtl. noch anstehende Kastration kosten neben dem Futter ebenfalls Geld!)

Habe/n ich/wir – falls notwendig – Zeit, Geduld und Geld für den Besuch einer guten Hunde/ Welpenschule? Ja / Nein

Ob nun Welpe oder erwachsener Hund – jeder Hund kann über kurze oder längere Zeit Eingewöhnungs- und Umstellungsschwierigkeiten haben (z. B. Gewöhnung an andere Haustiere, Jaulen/Bellen, Nicht-Alleinbleiben-Wollen, Zerlegen von Wohnungsgegenstände, Angst vor vielen Dingen/Geräuschen, Hektik und Unruhe bei Spaziergängen, Leinenführigkeit, Stubenreinheit usw., à weitere Prägung und Erziehung erfolgt durch SIE). Sind Sie sich ausreichend bewusst, dass SIE die Verantwortung für diesen Hund übernehmen und ihn weiter prägen und erziehen müssen?

  • Es kann lange Zeit [nicht nur Wochen, manchmal auch mehrere Monate] dauern, bis sich manche Dinge legen; einen Hund nach einigen Wochen zurückzugeben, weil Sie es nicht geschafft haben, ihm z. B. Stubenreinheit zu vermitteln oder er noch Wohnungsgegenstände zerkaut, stellt KEINEN RÜCKGABEGRUND für uns dar, es gibt Tiertrainer, (podencogeeignete!) Hundeschulen, Tierärzte usw., wo jeder Hundehalter sich selbst Rat und Hilfe holen kann, wenn er alleine mit der Erziehung überfordert ist, dort lernt nicht nur der Hund sondern besonders der Hundehalter und kann so erzieherische Fehler vermeiden und das Verhalten seines Hundes besser erkennen und verstehen, lernt dort, sich mit ihm "verständigen").
  • Außerdem kann Ihr Hund anfangs Durchfall oder eine Halsentzündung/Husten, vorübergehende Hautveränderungen o. ä. bekommen (oft durch Klima-/Futterumstellung), z. B. Flöhe könnten
    ebenfalls mit ihm gereist sein ... -> Bedenken Sie hierbei bitte, wo ihr Hund herkommt!

à Über diese Dinge bin ich mir im Klaren: Ja / Nein ß

Den Anhang zum Fragebogen habe ich ebenfalls gelesen. Ja / Nein
Datum: __________________________
Unterschrift
(nur bei Ausdruck, nicht bei Online-Dokument)

 

 

 

Anhang/Teil 1 zum Fragebogen "Vermittlungsablauf" 3/2004

Überlegungen vor der Anschaffung eines Hundes aus dem Tierschutz

Unser und auch der Wunsch des Hundes ist, dass er bei Ihnen einen dauerhaften Platz gefunden hat und alle Beteiligten hierüber zufrieden und glücklich sind!

... Denn ist ein Hund erst mal da, soll er auch bleiben - und ein Hund muss sich erst mal eingewöhnen, der eine braucht hierfür mehr Zeit, der andere weniger, hinzu k a n n kommen:

  • Er bellt, weil ihm Geräusche noch fremd und unbekannt sind oder er jault, weil Sie ihn alleine lassen
  • Er bekommt durch die Luft-, Wasser- und Futterumstellung in den ersten Tagen Durchfall
  • Er ist noch nicht stubenrein und begeistert von der Saugfähigkeit Ihres Perserteppichs
  • Er kennt die Wärme von Lanzarote, mag anfangs Schwierigkeiten mit dem Gassigehen vor allem bei schlechtem Wetter haben, er friert
  • Er hat womöglich anfangs einen anderen Schlafrhythmus als Sie, stört Sie nachts in Ihrer Ruhe und
  • Er liegt obendrein gerne mit (oder ohne) Ihnen im Bett
  • Er klaut Essen vom Tisch
  • Er zerkratzt Ihre Tür, weil er hinaus möchte
  • Er knabbert Ihren guten Teppich oder das Stuhlbein an oder betätigt sich als Aktenvernichter
  • Er zerkaut Ihre Schuhe (vorzugsweise nur die aus gutem Leder)
  • Er tobt ausgelassen über Ihr Sofa, was Kratzspuren hinterlässt ... klaut die Sofakissen und Vorhänge, um sein Körbchen damit selbst auszustatten
  • Er klaut die Spielsachen und Plüschtiere Ihrer Kinder aus deren Zimmer
  • Er ist groß und verspielt, er rennt alles mögliche um
  • Sie gehen spazieren: Es ist möglich, dass ihr Hund noch keine Leine kennt, Angst vor jedem Auto, Fahrrad u. ä. zeigt, dabei springt und hektisch ist, Zick-Zack läuft
  • Ihr Hund jagt die Katze Ihres Nachbarn ...
  • Sie haben andere Tiere im Haushalt (Hunde, Katzen, Meerschweinchen o. ä.)?
    Hierzu sei angemerkt: Wir können die Verträglichkeit unserer Schützlinge mit anderen Haustierarten nicht "testen" (wie von vielen Leuten immer wieder gewünscht), beim Welpen obliegt Ihnen die Erziehung und Gewöhnung der Tiere aneinander, beim erwachsenen Hund können wir nur Allgemeines/Grundsätzliches zum Wesen eines Hundes beschreiben (z. B. wenn ein Hund schon in der Pflegestelle einen besonders stark ausgeprägten Jagd- oder Weglauftrieb zeigt o. ä.). Niemals geben wir eine Versicherung, wie sich ein Tier letztendlich verhält, wenn es in sein endgültiges Zuhause einzieht, denn die weitere Entwicklung und Lebensgewohnheiten werden nun mal im endgültigen Zuhause geformt (egal, ob Welpe oder erwachsener Hund) und geprägt durch Einsatz, Zeit und Ausdauer der Besitzer selbst; sprich: Aktive Erziehung und Integration in den Familien- und Tagesablauf. In wenigen Wochen kann man keinen Hund erziehen und in einen Familienablauf integrieren, dafür sollten Sie unbedingt mehr Zeit einplanen. Fehlt Ihnen umfassendes Wissen bzw. Erfahrungen in der Erziehung, Eingewöhnung eines Hundes: Holen Sie sich bitte rechtzeitig fachmännischen Rat in einer geeigneten Hundeschule (ggf. erkundigen Sie sich vor Ankunft Ihres Hundes nach geeigneten Tiertrainern bzw. machen Sie sich bitte vor Ankunft des Hundes Gedanken, wie Sie die Tiere aneinander gewöhnen wollen)! Vergessen Sie dabei nicht, dass wir nicht die Vorgeschichte aller Hunde kennen! Wir kennen sie nur so, wie sie sich im Rudel in der Pflegestelle verhalten!
  • Sie wissen, dass der Hund nun zu Ihnen gehört, bedenken Sie jedoch, dass der Hund umgekehrt dies noch lange nicht weiß!
  • Sie fahren in Urlaub: Ist jemand da, der den Hund so lange bei sich aufnimmt oder fahren Sie nur in Urlaubsgebiete, wo Sie Ihren Hund mitnehmen können?
  • Sie ziehen um: Sind Sie bereit bei der Suche einer neuen Wohnung den Hund mitzunehmen, ggf. eine angebotene Wohnung auszuschlagen, weil in dieser keine Hundehaltung erlaubt wird – oder werden Sie in dem Falle lieber auf den Hund verzichten?

Ein Hund kann 16 Jahre oder älter werden!

  • Sie sind zur Zeit nur stundenweise oder gar nicht berufstätig: Überlegen Sie, ob Sie vorhaben, in nächster Zeit wieder in eine Berufstätigkeit einzusteigen oder ganze Tage arbeiten zu gehen: Was werden Sie dann mit dem Hund machen? Kann er in der Familie bleiben? Wer kümmert sich um ihn in Ihrer Abwesenheit (kein Hund sollte täglich länger als 4 bis maximal 5 Stunden alleine sein).
  • Sie werden/sind schwanger, ein Kind wird erwartet: Wollen Sie dann lieber auf den Hund verzichten oder kommen Sie auch mit Kind und Hund zurecht?
    (Vorsicht: Ein Hund, der schon lange alleine in seiner Familie lebt, kann anfangs mit Eifersucht reagieren) Können Sie hiermit umgehen, sich bemühen Hund an Kind und umgekehrt zu gewöhnen oder lieber nicht, würden Sie sich hiermit überfordert fühlen?
    Achtung: Gerade Krabbelkinder sind oft gefährdet, da sie Tieren ungewollt oft wehtun; steht dem Hund ein Platz zu, wohin er sich ungestört zurückziehen kann und Ruhe hat (sonst kann es auch zu einem ungewollten "Schnappen" des Hundes kommen)?
  • Auch Trennungen und Streit machen Hunden zu schaffen: Sie sollten sich keinesfalls einen Hund anschaffen, wenn schon abzusehen ist, dass Sie sich z. B. von Ihrem Partner trennen werden, dann u. U. durch eine Wohnungs-/Berufsänderung keine Zeit und keinen Platz mehr für Ihren Hund haben.

Ein Hund ist kein Gegenstand, den man sich anschafft und bei Nichtgefallen oder weil nicht gleich alles von Anfang an so klappt, wie man es sich gewünscht hat, wieder zurückgibt!

WELPEN oder ERWACHSENEN HUND?

Bitte bedenken Sie:

Ein Welpe wird Ihnen auf jeden Fall erst mal in die Wohnung machen, er wird meist auch nachts nicht durchhalten, so dass Sie vielleicht auch nachts mit ihm raus müssen!

Er muss alles erst noch lernen, kennt praktisch nichts.

Ein Welpe braucht viel Zeit und Geduld in der Erziehung, liebt das Spiel mit Artgenossen (z. B. Welpenschule).

Welpen müssen von Anfang an regelmäßig entwurmt werden!

Ein ausgewachsener Hund wird schneller stubenrein, manchmal ist er es von Anfang an.

Wesen und Charakter zeichnen sich ab, das Temperament lässt sich besser beurteilen.

Manch einer glaubt, nur ein Welpe würde lieb zu den Kindern sein und ein ausgewachsener Hund womöglich nicht – das stimmt nicht! Gerade Tiere, die oft so viel Leid geduldig ertrugen, sich nicht auflehnten, sich eher scheu und zurückhaltend verhielten und immer dankbar waren für die kleinste Zuwendung, Futtergabe o. ä. werden sich nicht gegen die Hand, die sie füttert, wenden oder gar gegen die Familie, die sie liebevoll aufnimmt.

  • Bedenken Sie aber auch, dass gerade Kinder - insbesondere kleinere Kinder - niemals alleine mit einem Hund bleiben sollten – und wenn der Hund noch so lieb ist! Auch Kinder müssen den Umgang mit Hunden erst erlernen, für die nötigen Erklärungen sind Sie zuständig, denn auch ein Hund braucht unbedingt seine Ruhezeiten und –orte, wo er sich ungestört zurückziehen kann, sonst kann selbst der ruhigste und liebste Hund bei ständigem Generve kleiner Kinder irgendwann einmal knurren oder schnappen, auch seine Geduld ist halt begrenzt. An Futternapf, Hundekörbchen, Kauknochen oder Lieblingsspielzeug des Hundes haben kleine Kinder deshalb besser nichts zu suchen (oder Sie machen dies mit Ihrem Kind und Ihrem Hund gemeinsam!).

Bitte haben Sie für alle diese vorsorglichen Fragen Verständnis, denn jede Frage hatte sicherlich schon oft große Bedeutung für uns und die Hunde, die wir vermitteln! Wir wollen Ihnen gerne einen Hund anvertrauen, möchten jedoch selber so sicher wie möglich sein, auch für den Hund das Richtige zu tun, also z. B. unnötige Rückgaben zum Wohle des Hundes vermeiden! VIELEN DANK!

 

 

 

Anhang/Teil 2 zum Fragebogen "Vermittlungsablauf" 3/2004

KRANKHEITEN

Würmer, Parasiten (Flöhe, Milben), Verletzungen, aufgeschlagene Ruten, entzündete Ohren, verfilztes Haarkleid, schlechte Zähne, Husten, Schnupfen, Durchfall, Pilzerkrankungen, Unterernährung sind ein alltägliches Bild bei herrenlosen Tieren auf den Straßen und in den Tötungsstationen.

Kommen die Tiere nun von dort ins Heim oder in Pflegestellen, tun wir was wir können dagegen. Bedenken Sie jedoch:

Keiner dort kann das so nachhaltig und wirksam beseitigen, wie Sie selbst!

... denn:

Wir entflohen, entwurmen und impfen die Hunde, jedoch kommen immer wieder neue Tiere hinzu und bringen neue Erreger mit sich.

Sind die Hunde noch unterernährt: Bei uns mussten sie nicht hungern !!

Wir möchten Sie daher im Interesse Ihres Tieres darum bitten, einen Tierarzt Ihres Vertrauens zu konsultieren, Ihren Hund untersuchen zu lassen und weiter zu entwurmen, entflohen und zu impfen (gerade das Entwurmen ist beim Welpen besonders wichtig).

Viele weitere Informationen zu den "Mittelmeererkrankungen" (Leishmaniose, Ehrlichiose, Borreliose, Dirofilariose, Babesiose), finden Sie auch beim Stöbern auf verschiedenen Internetseiten (z. B. www.podenco-online.de, www.podenco-in-not.de oder www.tierschutz-lanzarote.de usw.). Fragen Sie uns, auch wir geben so gut wir können gerne Auskunft.

Lassen Sie Ihren Hund ggf. mehrere Wochen nach Ankunft in Deutschland bei Ihrem Tierarzt auf Mittelmeerkrankheiten testen (Blutuntersuchung, z. B. Leishmaniose), wenn Sie persönliche Sicherheit in diesen Dingen haben möchten. Unter bestimmten Voraussetzungen lassen wir die Hunde bereits selbst auf Lanzarote testen (bei Krankheitsauffälligkeiten) und auch auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin, dann gegen Kostenübernahme, da die Schutzgebühr diese Kosten nicht beinhaltet. Erkennbar kranke Hunde lassen wir nicht nach Deutschland ausfliegen.

 

 

 

Anhang/Teil 3 zum Fragebogen "Vermittlungsablauf" 3/2004

Weiterer Vermittlungsablauf:

Wir als Vermittler für die Podenco-Hilfe-Lanzarote e. V. werden uns nach Ihrer Anfrage nach dem jeweiligen (passenden) Tier direkt in der Pflegestelle erkundigen (z. B. aktueller Gesundheitszustand, evtl. auffälliges Verhalten, Temperament, andere Besonderheiten, Merkmale -> diese Informationen beziehen sich jedoch immer auf Verhalten und Zustand des Hundes in seiner bis dahin "gewohnten" Umgebung).

Sollte es dann wirklich für Sie dieser Hund sein, würden wir gemeinsam einen Termin vereinbaren, in dem wir uns gerne vor Ort das zukünftige Zuhause unseres Schützlings anschauen und ein persönliches Gespräch mit Ihnen führen, hierbei den Schutzvertrag und weitere Fragen erläutern, wobei bei Vertragsabschluss auch die Schutzgebühr fällig wird. Nach Abschluss des Vertrages bemühen wir uns um möglichst baldige Einreise "Ihres" Hundes nach Deutschland auf einen in Ihrer Wohnortnähe gelegenen Flughafen (alle Hunde reisen entwurmt, geimpft und gechipt mit den entsprechenden Papieren ein, alle Hündinnen sind immer kastriert, sofern Alter und Gesundheitszustand dies zulassen, die meisten Rüden sind ebenfalls kastriert). Für die Flugreise erhalten die Tiere ein Beruhigungsmittel.

Die Flug-Transportboxen erhalten wir von Ihnen zurück, um sie von hier wieder nach Lanzarote zurückzuschicken.

Kosten für Chip und Flug/Einreise, Impfungen, Entwurmung (bis zum Übergabezeitpunkt) sind natürlich in der Schutzgebühr enthalten.

Wir raten jedoch rein vorsorglich allen neuen Hundebesitzern, den Hund in den nächsten Tagen nach Einreise einem Tierarzt vorzustellen (auf eigene Kosten), um einen "Rundumcheck" machen zu lassen und natürlich weitere Entwurmungen (ganz besonders wichtig bei Junghunden) und ggf. notwendige Nachimpfungen durchzuführen.

->: Lassen Sie Ihren Hund in den ersten Tagen hier erst mal zur

Ruhe kommen; nicht zu viele Leute, nicht alles Neue auf einmal. Halten Sie Kinder zurück. Geben Sie Ihrem Hund einen Ruheplatz, an dem er auch von allen in Ruhe gelassen wird!

Wir freuen uns sehr, wenn wir dann später Fotos von Ihnen und Ihrem Hund bekommen, eine Nachricht über Wohlbefinden des neuen Familienmitglieds u. a. erhalten.

 

 

 

Anhang/Teil 4 zum Fragebogen "Vermittlungsablauf" 3/2004

PODENCO‘S

Bitte schaffen Sie sich keinen Podenco an, ohne sich vorher mit dem ganz besonderen

und auch sehr liebenswerten Wesen dieser Tiere auseinandergesetzt zu haben!

... denn gerade Podenco‘s sind äußerst sensibel und sie leiden sehr unter Besitzerwechseln – und das kommt meist dann vor, wenn das neue Herrchen/Frauchen sich vorher nicht im Klaren über die Eigenschaften eines Podenco‘s war.

Podenco‘s sind vieler Leute (und auch meine) ganz besonderen Lieblinge.

Bevor man sich einen Podenco als Gefährten ins Haus nimmt, sollte man alles vergessen, was man je meinte, über Hund und dessen Erziehung zu wissen. Der Podenco ist anders – ein wilder Urhund mit dem Gemüt eines Engelchens.

Podenco’s jagen "auf Sicht", bellen wenig und sind fremden Menschen gegenüber eher zurückhaltend und scheu, "ihren" Menschen gegenüber sehr nahe, fürsorglich und außergewöhnlich zärtlich.

Die Podenco Ibicenco kamen von den Balearen auf die Kanaren und sie werden hier zur Jagd auf Kaninchen und Hasen gezüchtet, sowie in dubiosen und tierquälerischen Windhundrennen verheizt, ähnlich wie in Irland. Ebenso erging es den "Perro Galgo", einem ursprünglich aus Algerien eingeführtem Windhund. Er wird heute "Galgo Espanol" genannt.

Podenco’s sind schöne, überaus elegante Hunde,
welche von ihrem Menschen mitunter sehr viel Geduld erfordern!

Podenco’s können (und wollen)

  • schnell und ausdauernd laufen, sie sind die "Araber" unter den Hunden, in Anlehnung an ihre Pferdeartgenossen. Dies gilt selbstverständlich auch für die anderen Windhundrassen.
  • stundenlang in Feld und Wald buddeln, wo sie die Spur von Kaninchen oder Mäusen aufgenommen haben.
  • gerne spielen, hingebungsvoll schmusen, auf dem Sofa oder im Bett liegen, sich ausgiebig pflegen.
  • beschäftigt werden; sie sind ausgesprochen intelligent und lernfähig.

Podenco’s wollen nicht

  • gegängelt bzw. mit Befehlston und lauter Stimme angesprochen werden.
  • ständig an der kurzen Leine geführt werden.
  • unterbeschäftigt sein.

Sie können mit viel Liebe und u n e n d l i c h e r Geduld ohne Gekreische á la Hundeplatz zu einer kooperativen Mitarbeit bewegt werden, so lange ihnen keine Kaninchenspur in die Nase kommt. Auch Agility u. ä. macht Spaß, besonders dann ,wenn man seine 3 Lieblingsübungen absolviert hat und zur Freude aller Beteiligten auf dem Platz die Spur aufnimmt nach den tollen Gerüchen und das menschliche Pendant ohne Aussicht auf Erfolg seinem Partner hinterher rennt .... ach ja, Fangen spielen wollen Podenco’s auch !

Ist der Hetztrieb einmal aktiviert, dann ist der Hund für jeden Zuruf taub.
Podenco’s sind deshalb keine pflegeleichten Familienhunde.
Sie erfordern seitens ihres menschlichen Partners eine gehörige Portion Verständnis

für ihre jagdlichen Eigenschaften, Freiheitsliebe und Selbstständigkeit.

  • Wer gerne stundenlang auf seinen Hund mitten in unwegsamen Gelände wartet,
  • wer stolz ist auf das Selbstbewusstsein seines Podenco’s, wenn dieser auch nach 10maligem Rufen nicht kommt, da er erst seine Arbeit auf der Pirsch nach Mäusen und Kaninchen erledigen muss,
  • wer es liebt, ausdauernd bei Regen, Sonnenschein, Hagel, Sturmwinden mit seinem Podenco abseits der Wege durch das Gelände zu streifen,
  • wer gerne Tierarztrechnungen bezahlt, da sich sein Engelchen wieder in die Brombeerhecke gestürzt hat oder sich das Fell aufgeschlitzt hat,
  • wer sich unerschrocken mit Jägern, Förstern, Autofahrern und andere neidischen Zeitgenossen oft verbal, sowie behördlich-formell auseinandersetzt,

für den ist dieser Hund der richtige Partner. Alle anderen sollten sich Hunden zuwenden, die diesen Kriterien nicht entsprechen, da sonst die Frustrationen auf beiden Seiten vorprogrammiert sind.

Wer versuchen sollte, den Podenco mit Zwang, Strenge oder Schläge zu "erziehen"
oder ihm gewaltsam seine Jagdleidenschaft austreiben will,
wird ihn seiner Seele berauben und ihn innerlich töten
.

Er vergeht sich an diesem Hundewesen und ist zu verabscheuen. Podenco’s, die ein solches Schicksal erdulden, geben sich auf, werden krank und leiden unendlich.

Ratschläge, diese lauffreudigen und raumgreifenden Hunde nur an der Leine zu führen, sind zu ignorieren, da sie dem großen Bewegungsbedürfnis der Windhunde nicht entsprechen und schlichtweg als Quälerei bezeichnet werden müssen. Als Alternative hierzu eigenen sich sogenannte Jagd- oder Schleppleinen von einer Länge von 20 bis 40 Metern; sie lassen dem Hund einen gewissen Freiraum, ohne dessen Sicherheit zu gefährden (doch Vorsicht: Auf 20 Metern erreicht ein Podenco gehörig Kraft und Tempo, wenn er bis ans Ende der Leine davonschießt) .

Auch die Jagd nach dem falschen Hasen auf hiesigen Rennbahnen "just für fun" sind als eine Möglichkeit der genauen Prüfung zu unterwerfen.

Zur Fütterung: Am besten 2 x täglich. Geeignet sind die gängigen Futtermittel oder noch besser frisch gekochtes Fleisch, Reis, Nudeln und Gemüse zu empfehlen. Manche (um nicht zu sagen die meisten) Podenco’s können sehr wählerisch sein: Sie geben dann zu verstehen, was sie am liebsten mögen.

Beschäftigung:

Es gibt sie, die Podenco’s, die ohne Leine spazieren gehen, aber dies ist nicht immer und nicht überall möglich – weniger, als bei anderen "gewöhnlichen" Hunden. Einfach nur so stundenlang "vor sich hin latschen" funktioniert in der Regel nicht, irgendwann wird man dann feststellen, dass man alleine ist und verlassen wurde .... und 100 %ige Sicherheit, dass der Hund nicht doch versucht, seine eigenen Wege geht, die hat man nie. In der ersten Zeit sollte man auf gar keinen Fall im Gelände ableinen, ohne vorher ein gutes Schleppleinentraining bzw. Abruftraining mitgemacht und vor allen Dingen eine gute Beziehung zu seinem Podenco aufgebaut zu haben. Eine Konditionierung auf eine Hundepfeife hat sich oft von Vorteil erwiesen.

Bei einem Spaziergang sollte man immer wieder zwischendurch seinen Podenco "beschäftigen", auch das will natürlich erst gelernt sein, sich Spiele ausdenken und sie umsetzen, den Hund zum Mitmachen motivieren. Beliebt sind immer wieder die "ich-versteck-mich-such-mich"-Spiele (hinter einem Baum, Strohrundballen, alles, was eben gefahrlos möglich ist) oder hin und wieder plötzliche Richtungswechsel und in z. B. entgegengesetzter Richtung weitergehen, wobei der Hund jedes Mal ganz besonders gelobt wird, wenn er dabei aufpasst, mit zurückläuft oder sein Herrchen/Frauchen sucht. Stöckchen-Werfspiele und Zerrspiele sowie gerade das Herumtoben mit anderen Hunden sind ebenfalls sehr beliebt, Löcher buddeln, das macht jeder Podenco gerne.

Podenco’s haben von sich aus eine schnellere Gangart, also kann und sollte man sich durchaus flott und zügig mit ihm bewegen – Pausen und Spiele ausgenommen. Und besonders wichtig: An unübersichtlichen Stellen lieber einmal mehr anleinen als zu wenig.

Vorausschauend und aufmerksam mit offenen Augen für evtl. "jagdbares Wild" oder sonstige Gefährdungen (Stacheldraht, Straßenverkehr etc.!) sollte so ein Spaziergang immer sein.

Wie schon gesagt, alles muss aber erst mal erlernt werden, der Podenco weiß nicht von Anfang an, was sie von ihm erwarten. Oft kann man seinen Podenco mehr durch eine freudig-lobende Stimme und "Streicheln" als durch Leckerchen loben – auch bei Leckerchen sind sie halt sehr wählerisch.

Und: Ein Podenco hat eben nicht immer zu allem Lust, er hat "seinen eigenen Kopf". Bitte lassen Sie sich hierdurch nicht entmutigen, ihm immer wieder "Spiele" vorzustellen, denn auch das richtige "Spiel" will erst herausgefunden werden.

Seien Sie bitte nicht "beleidigt" oder "enttäuscht", wenn Ihr Podenco einfach keine Lust hat und etwas nicht mitmacht und lassen Sie sich durch das Reden anderer (vor allen Dingen anderer Hundehalter) schon gar nicht verunsichern, Ihr Podenco ist eben anders als andere Hunde und Sie sind stolz auf ihn, so selbstbewusst und eigenständig er eben ist!!

Sie finden weiterhin viel Hilfreiches und Wissenswertes, z. B. im Internet unter

www.podenco-online.de

www.podenco-hilfe-lanzarote.de

www.podenco-in-not.de

www.animal-learn-netzwerk.de und www.hundinis.de (podencogeeignete Hundeschulen)

Hätten Sie gerne Kontakte zu anderen Podencohaltern, z. B. zum Austausch gegenseitiger Erfahrungen oder einfach nur so? – Sie können sich u. a. auf der Internetseite www.podenco-in-not.de in die Podencofreunde-Liste kostenlos eintragen lassen – oder schicken Sie mir eine Mail (podenco-online@gmx.de) , die ich gern an Interessierte weiterleite (irgendwann wird es auch auf meiner Homepage ein Besucherportal für diese Dinge geben). Es gibt dort viele Liebhaber dieser Hunderasse und den einen oder anderen guten Tipp.

Brauchen Sie erzieherische Hilfen und Ratschläge, wenden Sie sich bitte nur an eine/n podenco-erfahrenen Hundetrainer/in, Sie finden Hinweise und Empfehlungen hierzu beim Stöbern unter o. g. Internetadressen – ggf. auch bei Anfrage (z. B. www.hundinis.de oder www.animal-learn-netzwerk.de) , gute Tipp’s zur Beschäftigung eines Podenco’s ohne den Jagdtrieb weiter "zu fördern" erhalten Sie dort).

  • Haben Sie selbst gute Erfahrungen mit einer Hundeschule/einem Hundetrainer gemacht: Bitte teilen Sie uns dies mit, wir geben gerne entsprechende Empfehlungen weiter!

Dagmar Lehmkuhl

Teutonenstraße 3

59439 Holzwickede

Telefon 0 23 01 – 91 88 492

e-Mail: podenco-online@gmx.de

www.podenco-online.de

 

 

 

Anhang/Teil 5 zum Fragebogen "Vermittlungsablauf" 3/2004

Ein paar Podenco-Tipp‘s

Vorab sei angemerkt, dass jeder, der seinen Podenco frei laufen lassen möchte, vorher mit ihm Grundgehorsams-, Abruf- und Bleib-Übungen ebenso wie ein vernünftiges Schleppleinentraining absolvieren und einüben muss, bei dem der Podenco gelernt hat, dass er Richtungswechseln folgen und sich nicht zu weit von seinem Herrchen oder Frauchen entfernen soll. Unabdingbar für den Podencohalter selbst ist es zu lernen, wie er diese Übungen seinem Podenco interessant und schmackhaft macht – ohne Herunterdrücken beim "Sitz" oder Anbrüllen, Schlägen, Stachel- oder Würgehalsbändern, Elektroschocks und schlimmerem.

Das Trainieren soll beiden Seiten Spaß machen.

Es gibt jedoch immer wieder Tage an denen man am Verhalten seines Podenco’s (sei es nun fehlende Aufmerksamkeit, starkes Abgelenktsein des Hundes auf und durch die Umgebung, Wildgerüche u. ä.) merkt, dass es wenig Sinn macht, den Hund abzuleinen, will man nicht Eingeübtes und bis dahin gemachte Trainingserfolge auf’s Spiel setzen.

Ist der Podenco nur auf das Gelände und hier eventuell jagdbares Wild orientiert und "ignoriert" sein Herrchen/Frauchen, hilft jedoch kein Schimpfen oder Verärgertsein: "Buhlen" Sie ruhig mal um seine Aufmerksamkeit, lenken Sie ihn z. B. durch Spielen hiervon ab (man kann auch mal ein gutes Leckerchen "kicken" oder verstecken, sein Lieblingsspielzeug auf dem Spaziergang dabei haben oder sich etwas suchen, Stock o. ä.). Wiederholen Sie zunächst für ihn leichtere Übungen (Sitz, Platz und Richtungswechsel) und versuchen Sie weiter, seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Sind einfach zu viele Reize vorhanden, die ihn ablenken: Je nachdem kann es sinnvoll sein zu anderen Uhrzeiten zu gehen oder sich lieber ein Gelände zu suchen, wo weniger Wild lebt. Ist’s zu unsicher: Lieber Schleppleine nehmen!

Vergessen Sie bei allen Gehorsamsübungen die Pausen nicht!

Sonst arbeitet Ihr Podenco bald nicht mehr mit.

Gestalten Sie Spaziergänge abwechslungsreich, ein Podenco langweilt sich schnell.

Eine der besonderen Charaktereigenschaften des Podenco‘s sind nun mal gerade sein selbstständiges Wesen und seine Jagdleidenschaft!

Strafen Sie ihn hierfür keinesfalls! Besser: Bieten Sie ihm Alternativen!

Auch ein ängstlicher Podenco, der vielleicht noch nicht lange genug bei Ihnen lebt und durch die neuen Lebensverhältnisse und seine Umgebung noch verunsichert ist, womöglich auch vor der Hand zurückschreckt, ist keinesfalls abzuleinen. Die Eingewöhnung kann lange dauern, Podenco’s sind sehr sensibel und Fremden gegenüber meist scheu und zurückhaltend – und vorerst sind Sie für ihn Fremde.

Es ist in keinem Fall richtig und überhaupt nicht empfehlenswert, einen Podenco abzuleinen, der dann auf längere Zeit (Minuten oder gar Stunden) einfach verschwindet. Spaziergang mit Herumtollen und Freilauf JA, einfach Verschwinden NEIN!

Podencogeeignete Hundeschulen finden Sie im Internet unter der Adresse www.animal-learn-netzwerk.de, ist dort keine Hundeschule in Ihrer Nähe aufgeführt: Fragen Sie dort an, nicht alle Animal-Learn-Hundeschulen sind schon im Internet erfasst und aufgeführt.

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